Wie dein Mindset über deinen Erfolg entscheidet 2


Unser Mindset spielt eine entscheidende Rolle, wie wir uns selber und andere sehen. Und ob wir Erfolg haben oder nicht.

Welches Mindset besitzt du? Glaubst du an dich und dein Potential?

Es gibt Menschen mit einem starren Mindset und Menschen mit einem flexiblem Mindset. Es entscheidet darüber, ob wir lernen, unser Leben zu verbessern und bereit sind, uns zu ändern oder auf der Stelle treten und nur wenig Erfolg haben.

Mindset wird im Deutschen mit Mentalität oder Einstellung übersetzt. Eigentlich gibt aber dafür keine richtige Übersetzung.

„Für den englischsprachigen Ausdruck “Mind“ gibt es im Deutschen keinen Äquivalent. Wörter wie Verstand, Geist oder Denken beziehen sich jeweils auf Aspekte dessen, was mit dem englischen Wort „Mind“ bezeichnet wird. Gefühle, das Irrationale, die Träume, die Verbindung zwischen Geist und Körper, Wollen, Wünschen, Erinnerungen und Begehren, all dies, jede Form unserer Identifikationen ist mit dem englischen Wort „Mind“ angesprochen. Es sind alle mentalen und emotionalen Vorgänge gemeint, alle Formen unseres Ego-Systems, das Reich des Unbewussten genauso wie der Denkprozess im Allgemeinen bis hin zu seiner wissenschaftlichen Form.“ (Das Yoga-Buch von Osho)

Hier kannst du herausfinden, ob du eher ein starres und flexibles Mindset hast:

Das starre Mindset:

  • Du änderst deine Meinung fast nie.
  • Du lebst dein Leben vor dich hin und änderst nie etwas.
  • Simples Schwarz-Weiß-Denken
  • Die Anderen sind schuld.
  • Dein Urteil über Andere ist vorschnell festgelegt.
  • Du lernst nur in deinem Fachgebiet.
  • Du denkst Persönlichkeitsentwicklung ist etwas für Esoteriker.
  • Probleme sind Hindernisse und nerven.
  • Du gibst zu früh auf.
  • Du bist eher faul als fleißig.
  • Persönliche Schwächen werden als gegeben hingenommen.
  • Deine Stärken verkümmern, weil du sie nicht wirklich einsetzt.
  • Du bewunderst manche Prominente, hast aber keine Vorbilder, denen du nacheiferst.
  • Du wirst zu stark von negativen Energien in Form von Medien und persönlichem Umfeld beeinflusst.
  • Du suchst Bestätigung im Außen.
  • Du redest zuviel und bist ein schlechter Zuhörer.
  • Du denkst oft: „Das kenn ich schon.“
  • Niederlagen und Krisen bringen dich vollkommen aus dem Tritt.
  • Große Risiken halten dich ab, etwas zu zu unternehmen.
  • Dir ist nie aufgefallen, das im Wort Unmöglichkeit die Möglichkeit enthalten ist.
  • Du vermeidest Schwierigkeiten.
  • Du glaubst an von Geburt an gegebenen Talente
  • Kampf ist dir zuviel Anstrengung

Das flexible Mindset:

  • Du glaubst, dass du alles lernen kannst, wenn du dich bemühst.
  • Du bist bereit immer neues zu lernen.
  • Du änderst deine Meinung, wenn du zu neuen Einsichten gekommen bist.
  • Leben ist für dich Veränderung.
  • Du übernimmst die volle Verantwortung für deine Situation.
  • Du weisst, Menschen können sich ändern und entwickeln.
  • Du strebst die bestmögliche Version deiner Selbst an.
  • Probleme sind Herausforderungen, an denen man wächst, wen man sie löst.
  • Alles ist möglich mit genug Arbeit, Hingabe und Hartnägigkeit.
  • Du übst immer weiter an einer Sache, um darin gut zu werden.
  • Du arbeitest an deinen Schwächen und baust deine Stärken aus.
  • Du orientierst dich an Vorbildern und übernimmst deren Gewohnheiten, Strategien und Lebens-Philosophien.
  • Du konzentrierst dich auf deine Ziele und vermeidest die negativen Einflüsse der Medien, indem du auf Nachrichten und Fernsehen weitgehend verzichtest.
  • Du hörst auf deine Intuition und benötigst durch deine innere Stärke keine Bestätigung von außen, dass du gut bist.
  • Du kannst schweigen und gut zuhören.
  • An Niederlagen und Krisen wächst du und gehst daraus stärker hervor.
  • Du gehst immer wieder Risiken ein, weil du weißt, dass oft eine Belohnung auf dich wartet.
  • Du weißt, du kannst das Unmögliche möglich machen.
  • Du gehst auch in schwierige Situationen mit einer gewissen Gelassenheit, weil du Entspannungstechniken beherrschst.
  • Du bist bereit, für eine wichtige Sache zu kämpfen.

Die Geburt deines Mindset oder: deine Eltern sind schuld

Babies kommen mit einem flexiblen Mindset auf die Welt. Sie wollen jeden Tag lernen und begreifen und Fortschritte machen. Die Eltern sind die ersten Vorbilder, denen nachgeeifert wird. Haben die Eltern ein starres Mindset, so werden sie ihre Kinder häufig kritisieren und ihnen vorhalten, was gut und schlecht, was richtig und falsch ist. Eltern mit flexiblem Mindset lassen ihr Baby viele Erfahrungen selber machen, vertrauen darauf, dass es daraus schnell lernen wird.

Wenn das Kind sagt: „Das kann ich nicht.“ sagen die starren Eltern: „Wenn du größer bist.“ Die flexiblen Eltern: „Das kannst du aber lernen.“

Es wurde festgestellt, das schon im Alter zwischen 1 und 3 am Verhalten von Babies erkannt werden kann, ob sie ein flexibles oder starres Mindset haben. Die Starren sind genervt, wenn ein anderes Baby in ihrer Nähe schreit, die Flexiblen krabbeln oder gehen zu ihm hin und versuchen es zu trösten.

Die Schule ist ein wichtiger Einflussfaktor, ob ein starres oder flexibles Denken entwickelt wird. Je nach ihrer Einstellung vermitteln die Lehrer den Schülern entweder, dass sie intelligent oder dumm sind oder halten es für möglich, dass jedes Kind bis zu einem gewissen Grad alles lernen kann. Lehrer mit einem flexiblen Mindset fördern auch Kinder mit einem niedrigeren Intelligenzquotienten, Lehrer mit einem starren Mindset konzentrieren sich auf die intelligenteren Schüler. Die Folge ist, dass sich das starre oder flexible Denken auf die Schüler überträgt und ihr weiteres Leben beeinflusst.

Entfessele deinen Mind und werde Freigeist

Auch mit einem starren Mindset bist du nicht das Opfer deiner Umstände. Wenn du dein Leben verbessern willst, verbessere zuerst dein Mindset, mache es flexibel. Denke: Es ist möglich, mich zum Besseren zu ändern. Lerne, Lese, Meditiere, treffe interessante Menschen, die open-minded sind. Freigeister.

Die Gehirnforschung hat große Fortschritte gemacht in den letzten 10 Jahren. Früher wurde davon ausgegangen, dass jeden Tag Millionen Gehirnzelle absterben und nicht erneuert werden. Heute wissen wir, dass neue entstehen und verknüpft werden, wenn wir etwas lernen.

Erkenne negative Glaubensmuster und ersetze sie sofort durch positive Gedanken.

Beispiele:

  • „Ich komme immer zu spät“ – „Ich bin ab jetzt pünktlich“
  • „Ich vergesse immer…“ – „Ich denke daran, …“
  • „Ich stehe immer an der falschen Supermarktkassen-Schlange“ – „Ich entscheide mich, wie es richtig für mich ist.“
  • „Ich habe kein Glück mit Männern.“ – „Ich treffe bald den richtigen Mann.“
  • „Ich bin nicht gut genug“ – „Ich kann mich verbessern.“
  • „Das kann ich nicht.“ – „Das kann ich lernen, wenn ich will.“

Erweitere deinen Horizont und löse dich vom starren Denken. Habe keine Angst vor Niederlagen. Glaube an dein Potential und entfalte es. Strebe immer die nächstbeste Version deines Selbst an. Reflektiere deine Verhaltensweisen, Gedanken, Gefühle und Ideen. Entwickle ein flexibles Mindset.

Wenn der Körper nicht mehr wächst, so lasse doch den Geist wachsen. Lerne lebenslang. Entdecke Neues. Staune immer wieder wie ein Kind. Lebe begeistert.

„Ob du denkst, du kannst es oder du kannst es nicht – in beiden Fällen hast du Recht.“ – Henry Ford

Welches Mindset hast du? Hältst du alles für möglich?

Ich freue mich über jeden Kommentar, den du schreibst.


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2 Gedanken zu “Wie dein Mindset über deinen Erfolg entscheidet

  • Gaby Engelbart

    Hallo Dirk!

    Vielen Dank für den interessanten Artikel. Alles, was du hier schreibst, ist wirklich sehr interessant. Ich habe so was noch nicht gelesen. In der Wirtschaftswoche vom 19. Juni 2016 gab es auch zum Thema Erfolg einige Beiträge

    Meiner Meinung nach gehört zum Erfolg, Dinge zu tun, die einem liegen, die man idealerweise sogar liebt und nicht zu früh aufzugeben!

    • Dirk Autor des Beitrags

      Hallo Gaby,
      ich gebe dir recht, für den langfristigen und nachhaltigen Erfolg sollte man seine Arbeit mindesten mögen, wenn nicht gar lieben.
      Für kurzfristigen Erfolg kann man ruhig auch mal Arbeiten nur für das Geld erledigen.

      Wichtig: Immer 10% deines Einkommens sparen und sicher anlegen und dieses Geld nie anrühren. (Wirkt wie ein Geldmagnet, der mehr Geld anzieht.)
      Viel Erfolg wünscht Dir
      😀 irk